10. gemeinsames Arbeitstreffen der Wohnberatungsstellen in NRW

Das zehnte gemeinsame Arbeitstreffen der LAG Wohnberatung NRW fand am Mittwoch, dem 29. Juni 2021 im LutherLAB in Bochum statt.

Die 47 anwesenden Wohnberater*innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen untereinander und mit folgenden Gästen:

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher und Sarah Weingartz von der Hochschule Düsseldorf stellten die im Projekt entstandene Expertise vor und diskuierten die Planung der weiteren Zusammenarbeit (Workshops, Webplattform etc. ) mit den Wohnberatungsstellen in dem vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales des Landes NRW geförderten Projekt TiWo – “Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung”

André Röwekämper, Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster zur Zuständigkeit der Eingliederungshilfe beim LWL durch die entsprechende Gesetzesänderung im SGB XII/SGB IX am 1. Januar 2020.

Johanna Barbosa, Projektreferentin AW Kur und Erholungs GmbH stellte anhand einer Präsentation das Landes-Modellprojekt „Kuren für pflegende Angehörige“ vor. Die aktuell 118 Kurberater*innen wurden bereits im Rahmen ihrer Fortbildungen von Susanne Tyll über die Arbeit der Wohnberatungsstellen in NRW informiert. Vorgesehen ist, bei entsprechendem Bedarf, auf das jeweilig andere Beratungsangebot aufmerksam zu machen: Kurberatung für pflegende Angehörige / Wohnberatung.

Das nächste gemeinsame Arbeitstreffen mit der LAG Wohnberatung NRW findet am 26. Januar 2022 von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr voraussichtlich in Düsseldorf statt.

Expertise im Projekt TiWo „Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung“ erschienen

Die Expertise gibt Einblick in das Feld der Technikberatung in Deutschland und zeigt Herausforderungen für die weitere Entwicklung professioneller Technikberatung.

Unter Technikberatung verbirgt sich ein innovatives, inhaltlich teilweise noch offenes Handlungsfeld, dessen Konturen jedoch bereits heute erkennbar sind. Gemeint sind damit Angebote in meist öffentlicher Trägerschaft, die sich auf die Beratung zu digitaler, meist assistiver Technik konzentrieren. Sie verfügen über einen Mindestgrad der Institutionalisierung und agieren auf der Grundlage eines qualitätsgesicherten und durch Neutralität gekennzeichneten Beratungsverständnisses. Ihr Auftrag erschöpft sich nicht nur darin, zu einer geeigneten, bedarfsgerechten Auswahl von Technik zu gelangen, sondern Ratsuchende dazu zu befähigen, technische Geräte mit ihren Funktionen zu verstehen, zu gestalten und sie im Kontext des eigenen Lebenszusammenhangs selbstbestimmt und reflektiert einzusetzen. Der Schwerpunkt von Technikberatung liegt in der Integration digitaler Assistenztechnik in die Alltagswelt meist sog. vulnerabler Personengruppen, verbunden mit dem Aufbau von Digitalkompetenzen.

Technologischer Fortschritt wird bereits heute – und aller Voraussicht nach auch in der Zukunft – durch digitale Technologien bestimmt. Typische Merkmale des digitalen Wandels sind sein allumfassender Charakter und seine hohe Dynamik. Bedingt durch politische Förderung von Digitalisierungsprozessen dürfte es heute keinen gesellschaftlichen Bereich geben, der sich diesem Wandel entziehen kann. Aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive stellt sich daher die Grundsatzfrage, wie dieser Wandel allen gesellschaftlichen Gruppen zugänglich gemacht werden kann. Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung versteht sich als ein Beitrag zur professionellen und ethisch fundierten, aktiven Gestaltung dieses Wandels unter besonderer Förderung von Selbstbestimmung und Teilhabe.

Seit Dezember 2019 arbeitet ein Team von Wissenschaftler*innen der Hochschule Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher (FB SK), Prof. Dr. Manfred Wojciechowski (FB M) und Susanne Tyll, Beratung-Fortbildung-Projektentwicklung, an der Entwicklung eines neuen Konzeptes der Technikberatung, das in die Wohnberatung in NRW integriert werden soll. Das interdisziplinäre Projekt TiWo (Technikberatung als integrierter Baustein der Wohnberatung) wird vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) gefördert.

REHACare 2021 in Düsseldorf verschoben

Die Messe Düsseldorf hat sich in enger Absprache mit ihrem Aussteller-Gremium und ihren Partner*innen aufgrund des anhaltenden Pandemiegeschehens und der dadurch nicht gegebenen Planungssicherheit für alle Beteiligten entschieden, die Weltleitmesse für Rehabilitation und Pflege dieses Jahr nicht durchzuführen. Die ursprünglich für den 6. bis 9. Oktober 2021 geplante REHACARE findet nun turnusgemäß im kommenden Jahr vom 14. bis. 17. September 2022 auf dem Düsseldorfer Messegelände statt.